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| Das idyllische Sollefteå-Schweden - Flickr.com CC BY 2.0 |
Schweden,
der Wohlfahrtsstaat, das vorbildliche Sozialsystem... Doch das ist
schon lange nicht mehr so. Nur der Mythos hält sich noch in aller
Welt und die Schweden vermissen die „gute alte Zeit“, obgleich
sie zu wenig tun, um diese zurückzubekommen. Der Tod der kleinen
Anna bringt auch andere dazu ihre Geschichte zu erzählen. Die
Schweden sollten jetzt gemeinsam für ihr Gesundheitssystem und den
verlorenen Wohlfahrtsstaat kämpfen. Einige machen schon den Anfang.
Von
Rui Filipe Gutschmidt
„Nun ist der Tag
gekommen wo wir öffentlich darüber berichten können, warum unser
kleiner Engel Anna am 24 Juli 2017 gestorben ist.“
So beginnt der offene
Brief von Pollina Allemann. Am besten lassen wir Polina selbst
erklären was geschehen ist...
„4
Tage nach ihrem Tod bekamen wir die erste Ergebnisse der
Obduktion 
Unser kleiner Engel Anna hatte einen grossen Nierentumor (der angeblich NICHT die Todesursache ist ) mit Verdacht auf Metastasen und man nannte zuerst eine Diabetes Ketoazidose als eine wahrscheinliche Todesursache ( was sich NICHT bestätigte )!
Unser kleiner Engel Anna hatte einen grossen Nierentumor (der angeblich NICHT die Todesursache ist ) mit Verdacht auf Metastasen und man nannte zuerst eine Diabetes Ketoazidose als eine wahrscheinliche Todesursache ( was sich NICHT bestätigte )!
Ja
unser kleiner Engel Anna war sehr sehr krank und niemand von den
Ärzten bemerkte dies
!!
Seit
gestern den 27 Okt haben wir die definitive Gewissheit, dass unser
kleiner Engel Anna durch unzählige Ärztefehler / unterlassene
Hilfeleistung gestorben ist
!!!!
Unser
kleiner Engel Anna ist am 24 Juni zuhause, durch einen plötzlichen
Herzstillstand in unseren Armen gestorben nachdem sie mit
Bauchschmerzen aufgewacht ist

Jegliche Wiederbelebungsversuche durch uns, Sanitäter und Ärzte blieben erfolglos

Jegliche Wiederbelebungsversuche durch uns, Sanitäter und Ärzte blieben erfolglos
Anna
hatte einen 360 g grossen Wilms Tumor ( im Vergleich
➡ die
Niere wog 70 g und die Nebenniere 5 g ) der schon mit der Vena Cava
verwachsen war ( Hohlvene ). Einen Tumorthrombose fand man in der
Vena Cava auch und Metastase in der Lunge 
All dies führte zu einem Blutstau unter dem Herzen und Anna's kleines Herzchen hörte auf zu schlagen
!
All dies führte zu einem Blutstau unter dem Herzen und Anna's kleines Herzchen hörte auf zu schlagen
Am
29 Dez 2016 fing die Leidensgeschichte von Anna an 
Mit Verdacht auf Diabetes Typ 1 wurde sie im Krankenhaus Örnsköldsvik stationär aufgenommen. Wichtige Bluttests die benötigt gewesen wären wurden NICHT gemacht, weil es die Krankenschwester vergessen hatte und niemand hat es überprüft so wie es sich nun rausgestellt hat !!
Somit kann man nun nicht beweisen, ob sie nur einen sekundären Diabetes gehabt hat.“
Mit Verdacht auf Diabetes Typ 1 wurde sie im Krankenhaus Örnsköldsvik stationär aufgenommen. Wichtige Bluttests die benötigt gewesen wären wurden NICHT gemacht, weil es die Krankenschwester vergessen hatte und niemand hat es überprüft so wie es sich nun rausgestellt hat !!
Somit kann man nun nicht beweisen, ob sie nur einen sekundären Diabetes gehabt hat.“
Das nennt sich in jedem Rechtsstaat „Fahrlässige Tötung“!
„Am
27 Juni + 02 Juli waren mit Anna insgesamt 3! mal im Akut
(Notaufnahme) in 2
verschiedenen Krankenhäuser (Sollefteå und Örnsköldsvik ) weil
sie so starke Bauchschmerzen hatte 
Das erste Mal hiess es, sie hat viel Gas im Bauch und eine Verstopfung. Daraufhin bekam sie einen Einlauf und Medikamente gegen die Schmerzen und wir durften wieder nach Hause.
Das erste Mal hiess es, sie hat viel Gas im Bauch und eine Verstopfung. Daraufhin bekam sie einen Einlauf und Medikamente gegen die Schmerzen und wir durften wieder nach Hause.
Am
02 Juli fuhren wir wieder in der Nacht mit unserem kleinen Engel Anna
in den Akut Sollefteå aufgrund starken Bauchschmerzen.
Man nahm ihr Blut aus dem Finger und sah das ihr CRP 144 war und der Hb lag bei 84 !
Daraufhin überwies man uns in den nächsten Akut nach Örnsöldsvik, weil man aus Personalmangel KEIN Röntgen machen konnte und ein größeres Blutbild war nicht möglich, weil das Labor im Krankenhaus erst am wieder geöffnet hatte !!!
Man nahm ihr Blut aus dem Finger und sah das ihr CRP 144 war und der Hb lag bei 84 !
Daraufhin überwies man uns in den nächsten Akut nach Örnsöldsvik, weil man aus Personalmangel KEIN Röntgen machen konnte und ein größeres Blutbild war nicht möglich, weil das Labor im Krankenhaus erst am wieder geöffnet hatte !!!
Im
Akut Örnsöldsvik hat man uns schlussendlich gesagt, dass Anna sehr
wahrscheinlich nur ein nervöser Magen hat und es nicht akut wäre
!
Auf Nachfrage wegen einem Röntgen oder Ultraschall, wurde uns gesagt, dies sei nicht nötig !
Knapp 11 Stunden! verbrachten wir am 02 Juli in 2 Akut und NIEMAND nahm sich die Zeit dafür um unseren kleinen Engel Anna richtig zu untersuchen
!
Trotz schlechten Blutwerten und Schmerzen schickte man uns wieder nach Hause
!
Es hat sich nun rausgestellt, dass die Ärzte in Örnsöldsvik einen sehr wichtigen Blutwert übersehen habe der ein eindeutiger Hinweis auf den Tumor gewesen wäre
!!
Auf Nachfrage wegen einem Röntgen oder Ultraschall, wurde uns gesagt, dies sei nicht nötig !
Knapp 11 Stunden! verbrachten wir am 02 Juli in 2 Akut und NIEMAND nahm sich die Zeit dafür um unseren kleinen Engel Anna richtig zu untersuchen
Trotz schlechten Blutwerten und Schmerzen schickte man uns wieder nach Hause
Es hat sich nun rausgestellt, dass die Ärzte in Örnsöldsvik einen sehr wichtigen Blutwert übersehen habe der ein eindeutiger Hinweis auf den Tumor gewesen wäre
Bei
der Nachkontrolle ( Sollefteå ) wurde 3 mal nur der CRP Wert
gemessen und niemand sah, dass die schlechten Blutwerte in
Örnsöldsvik übersehen worden sind
!!
In
dem Zeitraum vom 27/6 bis Anna's Todestag haben insgesamt 6!!! Ärzte
Anna untersucht und keiner hielt es für nötig ( oder es ging nicht
wegen Personalmangel ) einen Ultraschall oder Röntgen zu machen !!!
Unser
kleiner Engel Anna hat nicht die Hilfe erhalten die sie benötigte
von den Ärzten hier in Schweden und musste unschuldig mit ihren
zarten 4 Jahren sterben
!!!!
Nun
beginnt der Kampf für die Gerechtigkeit !!!
❤ Für
Anna
❤
Alles
was wir jetzt machen werden, wird unsere kleine Anna nicht mehr
zurück bringen aber wir werden dafür kämpfen das kein anderes Kind
mehr hier in Schweden, auf so eine furchtbare Weise sterben muss wie
unser kleiner Engel Anna !!!!
Ich
werde bis zu meinem Tod dafür kämpfen!!
Alle
Beteiligten müssen ihre gerechte Strafe dafür bekommen !!
Eine interne Untersuchung ( Lex Maria ) hat begonnen und wir werden noch einen Anwalt einschalten.
Eine interne Untersuchung ( Lex Maria ) hat begonnen und wir werden noch einen Anwalt einschalten.
Anna
liebte dieses Land so sehr und sie war so glücklich hier aber man
hat ihr, ihr junges Leben genommen
!!
Ihr
dürft den Beitrag gerne teilen, denn alle sollen erfahren, warum
unser kleiner Engel Anna sterben musste
!!!!“
Kein Einzelfall.
Schwedens Gesundheitssystem wurde kaputtgespart!
Keine
Sorge, Sie haben bestimmt nur was ins Auge bekommen! Doch es geht es
nicht darum, hier auf die Tränendrüse zu drücken. Es geht mir als
Autor darum, die Menschen auf ein Problem aufmerksam zu machen. Auch
Annas Mutter möchte vor allem, dass niemand sonst erleben muss, was
sie erleben musste. Ich erhielt einige Zuschriften zu dem Thema
„Gesundheitssystem in Schweden“ und es ist schockierend. C. B.
Schrieb:
„Ich
werd mich hier nicht mehr in die unfähigen Hände dieser
sogenannten Ärzte begeben. Hier herrscht finsteres Mittelalter in
Sachen Gesundheitswesen, aber nicht nur in diesem Sektor, im ganzen
System hier. Hätte ich nie gedacht, hab etwas anderes erwartet.“
Doch
damit nicht genug. Allgemein scheint es so, als hätte man sich in
Schweden damit abgefunden, denn der Fokus der Medien scheint mehr in
Richtung Migranten zu gehen, während die Politik ganz offensichtlich
die neoliberale Linie der meisten Industriestaaten vertritt. Aber das
ist auch nur eine Form, um das Vernachlässigen der Bedürfnisse der
Bürger und die Ausrichtung auf rein finanzielle Aspekte der
Staatsführung zu beschreiben. Da nennt sich „Austeritätspolitik“
und hat schon viel Leid in aller Welt provoziert. C. B. beschreibt
dabei folgende Beobachtung:
„Aber,
das Volk wurde ja über Jahrzehnte so erzogen und manipuliert. Man
hinterfragt nichts, man kritisiert nichts, man reklamiert nicht. Der
Staat und die Regierung weiss schon was für uns gut ist. Immer nur
jajamen und geduckt. Ich hab's gesehen als ich Polinas Geschichte
postete, keine Reaktion von schwedischen FB Mitgliedern. Schweden ist
ein sehr schönes Land, aber die Menschen leben in einer Letargie sondergleichen.“
Aber
es gibt auch Menschen die sich nicht weiter damit abfinden wollen.
Menschen wie Ach JV, die mir den Brief zukommen ließ, den
LAPPLANDSUPPRORET an den schwedischen Gesundheitsminister geschickt
hat. In der Mail heißt es:
„Die
Situation ist heute katastrophal, Babys sterben, auch Mütter.
Annas
Allemans ist nicht der einzige Fall.
Und
es wird andere geben.
Unsere
älteren Menschen sind gezwungen, im Falle von Brüchen kilometerweit
zu fahren, das ist gefährlich und wir wissen nur zu viel, wohin es
führen kann ... nach TOT.
Patienten
haben in Schweden keine Rechte gegenüber Institutionen, die nicht
neutral und vom Staat abhängig sind. Ein Staatsanwalt führt keine
Strafverfolgung durch, wenn IVO (Inspektion för vard och Omsorg)
nicht strafrechtlich verfolgt wird. Die Fälle sind versteckt und die
Betroffenen leiden unter Stille. Keine psychologische Hilfe wird
ihnen gegeben. Das ist ein Gesundheitsskandal, aber nicht nur, weil
die Rechte der europäischen Bürger nicht respektiert werden.
Ich
danke Ihnen, dass Sie Ihre Aufmerksamkeit auf die Verzweiflung der
Opfer lenken. Unglücklicherweise ist mein Deutsch eine ferne
Erinnerung ... Ich benutze Google Translate. Wenn Sie Schwedisch oder
Französisch sprechen, wäre es einfacher für mich.“
Weiter
schrieb man mir:
„Wir
haben unseren lang ersehnten Enkel verloren und unsere Tochter wurde
schwer von Unachtsamkeit heimgesucht, er hat seine Rh-Blutgruppe
nicht berücksichtigt.“
Selbst
wer eine Arztpraxis in Schweden aufmacht ist vor dem Pfusch nicht
gewahrt. Es ist ein Drama, eine Tragödie, die so grausam nur das
wahre Leben schreiben kann. Die fehlenden Mittel führten in diesem
Fall zum Tot eines Babys. Kein Wunder, ist das Krankenhaus doch 120
KM entfernt und wie man sieht spart man sich dort gerne mal eine
ordentliche Blutuntersuchung.
In
Sollefteå hat sich außerdem eine Bürgerinitiative gebildet. Sie
protestieren gegen die Bedingungen in ihrem Krankenhaus, in dem
Abteilungen verlegt wurden, andere am Wochenende oder Nachts keinen
Dienst tun und sogar in den Sommerferien geschlossen sein sollen. Im
Februar beschlossen die besorgten Bürger, dass Krankenhaus „zu
besetzen“. Es ist eine Mahnwache, um endlich ein Bewusstsein in
Schweden zu schaffen. Schweden, das Land, dass einst Vorbild war für
die ganze Welt. Es nützt nichts, wenn wir Rechte erkämpfen, dann
aber nicht darauf achten, dass diese bestehen bleiben. Zum Schluss
nur noch eins: Schweden ist überall...




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